Willkommen in der farbenfrohen Cosplay-Welt!

Cosplayer:innen gehören fest zum Bild der Leipziger Buchmesse und natürlich der Manga-Comic-Con. Mit ihren fantasievollen Kostümen erfüllen sie die trubeligen Messehallen und sorgen nicht selten für staunende Besuchergruppen. Cosplay setzt sich aus "costume" und "play" zusammen, dargestellt werden dabei Charaktere aus Manga, Anime, Games oder auch Filmen und Büchern. Das Ziel dieses wunderbaren Hobbys: Die aufwändig hergestellten Kostüme sollen möglichst originalgetreu ihr Vorbild imitieren. Wie gut das jedes Jahr gelingt, davon können Besucher:innen sich selbst ein Bild auf der Manga-Comic-Con machen.

Für ein erfolgreiches Community-Fest: Unsere Cosplay-Regeln

Damit allen Messebesucher:innen die Manga-Comic-Con zur Leipziger Buchmesse als tolles Ereignis mit vielen schönen Erlebnissen in Erinnerung bleibt, sind im Vergleich zu anderen Conventions einige Regeln zur Kostümgestaltung und zu den Waffenregelungen einzuhalten. Diese fallen unter Umständen etwas strenger aus als bei anderen Veranstaltungen. Wir bitten hierfür um Verständnis, denn die Manga-Comic-Con ist eng mit der Leipziger Buchmesse verbunden. Damit bewegen sich neben Cosplayer:innen und Manga/Anime-Insidern auch eine Vielzahl anderer Besucher:innen wie kleine Kinder, Senior:innen oder Politiker:innen auf dem Messegelände. Wir bitten euch darum, diese Regeln einzuhalten – damit das bunte Fest der MCC für alle wunderbar bunt bleibt.

Unsere Cosplay-Regeln

Regeln zur Kostümgestaltung

I. Nicht erlaubt

  • Gasmasken oder Motorradhelme; sonstige Vollmasken sind im Vorfeld mit dem MCC-Team abzustimmen
  • Scharfe Ecken und Kanten an der Kleidung
  • Darstellungen von Verletzungen ab 10 cm Durchmesser
  • Jegliches Kunstblut, ähnlich aussehende Flüssigkeiten bzw. Make-up auf Körper, Kleidung, Accessoires und Requisiten
  • Zombies dürfen generell nicht dargestellt werden.
  • Wir behalten uns vor, zu gruselige Cosplays (z.B. Pennywise) abzulehnen
  • Kostüme, die Armeeuniformen und Kampfanzüge aus der Zeit nach dem Jahr 1900 darstellen oder daran angelehnt sind, sind nicht zugelassen.
  • Wir bitten alle Cosplayer:innen bei der Darstellung von Zeichen und Symbolen §86a des StGB zu beachten
  • Kostüme dürfen nicht zu freizügig sein, d.h. Oberkörper, Intimbereich und Gesäß müssen ausreichend von Kleidung bedeckt sein – das gilt für alle Geschlechter.

II. Erlaubt

  • Fur-, Morphsuits/Zentais sind in allen Hallen grundsätzlich erlaubt. Abschreckende oder nicht kindgerechte Suits sind im Vorfeld mit dem MCC-Team abzustimmen.
  • Alltagsgegenstände wie z. B. handelsübliche Gehstöcke, Musikinstrumente und Regenschirme sind erlaubt.
  • Kontaktlinsen jeder Art sind erlaubt

III. Sonstiges

  • Maximalmaße für ausladende Kostüme:
    • Röcke/Kleider: max. 2 m Durchmesser
    • Schleppen und Schwänze: max. 1m Länge ab Fußende
    • Feststehende Flügel: max. 1 m Spannweite je Flügel, also 2 m Spannweite insgesamt. Flexible Flügel bitte nur für Fotos und bei ausreichend Platz ausstrecken.
    • Höhe des Kostüms inklusive Flügeln und Kronen: max. 2,50 m
    • Stacheln entsprechender Arm- und Halsbänder dürfen maximal 5 cm lang und müssen stumpf sein
  • Rüstungsteile aus Metall müssen fest am Körper befestigt sein, lose Teile müssen dem Cosplay-Check vorgestellt werden.
  • Make-up sowie zum Kostüm gehörige "Verschmutzungen" dürfen nicht abfärben.

Regeln zu Requisiten

IV. Nicht erlaubt

Das Führen von Waffen im Sinne der deutschen Waffengesetze ist in der Öffentlichkeit verboten. Auf unserer Veranstaltung sind darüber hinaus auch einige Anscheinswaffen verboten:

  • Gegenstände aus unzulässigen Materialien. Dazu gehören:
    • alle Metallarten (wenn der Metall-Anteil überwiegt). Hier entscheiden Foto und Beschreibung nach einer individuellen Anfrage bei den MCC-Organisatoren.
    • Plexiglas (aufgrund der Schärfe insbesondere bei Hieb- und Stichwaffenimitationen)
    • Holz ab einer Dicke von 3 cm (z. B. Baseballschläger)

  • Waffen, die in ihrer Gesamtlänge über die zulässigen Maße reichen (siehe unter III. und V.), sind verboten, auch wenn sie in Einzelteile zerlegt werden können
  • Softair-, Paintball- und Gotcha- Waffen, auch wenn diese nicht mehr funktionsfähig sind
  • Schreckschuss- und Gaspistolen
  • Echte Munition

  • Lose, massive Metallketten
  • Hieb- und Stichwaffen unabhängig ob mit scharfer oder stumpfer Klinge
  • Echte- und Dekoschwerter
  • Nunchakus
  • Tantomesser und Dekosäbel
  • Bollerwagen, Bobbycars, Inlineskates, Scooter, Skateboards und Roller

V. Erlaubt

Waffenimitate und Waffen, die nicht unter das Waffengesetz fallen, können unter Berücksichtigung der hier genannten Regelungen sowie der Hausordnung der Leipziger Messe mitgebracht werden. Erlaubt sind:

  • Waffenimitationen aus Holz, Pappe, Plastik, Weichmaterial, Schaumstoffen oder thermoplastischen Werkstoffen (z.B. Schwerter oder Sensen) sowie aus einer Kombination daraus (z.B. Schaumstoff- oder Latexnachbildungen mit Stabilisationskern) bis zu einer Gesamtlänge von max. 1,50 m.
  • Spitzen aus biegsamen, nachgiebigen Material
  • Gehstöcke und Stäbe mit einer Gesamtlänge von 2 m, wenn diese keine sperrigen Aufsätze (Bsp.: Sensenblatt, Kronen, ect.) haben
  • Sensenblatt max. 80 cm lang
  • Schilde bis zu einem Durchmesser von max. 80 cm
  • Funktionslose Bögen ohne echte Sehnen, max. 1,50 m und Köcher mit Pfeilattrappen
  • Wurfwaffen aus weichen, biegsamen Materialien ohne festen Kern

Weitere Hinweise

  • Einer Person, die eine Waffe im Sinne des Waffengesetzes mit sich führt, wird der Zutritt zum Veranstaltungsgelände verweigert.
  • Showkämpfe sind nur auf der Großen Bühne während der Cosplay-Wettbewerbe und -Auftritte erlaubt,
  • Wer auf dem Gelände mit einer nicht gekennzeichneten Requisite angetroffen wird, muss sich sofort zum Cosplay-Check begeben. Wer sich weigert, sie prüfen und kennzeichnen zu lassen, muss sie abgeben.
  • Alle verbotenen Gegenstände werden am Cosplay-Check kostenpflichtig eingelagert und können nach dem Messebesuch wieder abgeholt werden.
  • Die durch das Sicherheitspersonal im Cosplay-Check getroffene Entscheidung ist endgültig und kann nicht angefochten werden.
  • Alle Besucher:innen führen Requisiten auf eigene Gefahr mit sich und sind für alle damit verursachten Schäden haftbar.
  • Die Requisiten der Teilnehmer:innen ausgewählter Cosplay-Wettbewerbe werden separat eingelagert und zum Auftritt rechtzeitig zur Großen Bühne gebracht. Beim Verlassen des Messegeländes werden die Requisiten wieder ausgegeben. Für welche Wettbewerbe diese Regelung gilt, erfahren die Teilnehmer:innen direkt vom Cosplay-Wettbewerb-Veranstalter.

VI. Öffnungszeiten Cosplay-Check

  • Donnerstag bis Sonntag: 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr erfolgt nur noch die Ausgabe des abgegebenen bzw. einbehaltenen Cosplay-Equipments

Diese Regeln dürfen sehr gern ausgedruckt und zum Messebesuch mitgebracht werden.

Cosplay-Check

Viele Cosplay-Kostüme kommen nicht ohne „Waffenimitate“ aus. Doch aus den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland und aus unseren Pflichten als Veranstalter und Betreiber ergeben sich Richtlinien, die unbedingt eingehalten werden müssen. Wir führen deshalb auf der Manga-Comic-Con einen „Cosplay-Check“ durch (siehe unten).

Öffnungszeiten Cosplay-Check: Donnerstag bis Sonntag: 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr, von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr erfolgt nur noch die Ausgabe des abgegebenen bzw. einbehaltenen Cosplay-Equipments.

Cosplay-Beauftragte zur Messelaufzeit

Während der Messelaufzeit steht euch unsere Cosplay-Beauftragte für alle Fragen zur Verfügung. Habt ihr vor Ort Fragen um den Cosplay-Check, die Cosplay-Regeln oder sonstige Belange rund um das Thema Cosplay? Dann kontaktiert euren Buddy unter 0341 678-6955.

Regeln zum Fotografieren auf der MCC

Am liebsten möchte man fast bei jedem Kostüm die Kamera zücken, um diese Meisterwerke für die Ewigkeiten festzuhalten. Bitte vergesst dabei aber nicht, das hinter den Kostümen auch Menschen mit Persönlichkeitsrechten sind. Die wichtigsten Fotografieregeln haben wir daher hier zusammengestellt.

Regeln zum Fotografieren auf der MCC

  • Wenn ihr andere Besucher:innen fotografiert, fragt unbedingt vorher um Einverständnis. Jeder Mensch hat das Recht am persönlichen Bild und wünscht es nicht, ohne sein Wissen, auf fremden Kameras zu erscheinen.
  • Es darf überall fotografiert werden, wo der Besucherfluss nicht gestört wird. Bitte vermeidet als Location c.a. die Glasröhren, Hallenübergänge und Hauptgänge in den Hallen.
  • Auf Wunsch der Community sind stationäre Hilfsmittel wie z.B. Blenden und Leitern auf dem gesamten Gelände untersagt (Ergebnis einer Umfrage im Januar 2019).
  • Wollt ihr die Bilder hinterher veröffentlichen, braucht ihr eine (im besten Fall schriftliche!) Einverständniserklärung der oder des Fotografierten. Der Hintergrund: In Deutschland gilt das Recht am eigenen Bild. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich darüber bestimmen darf, ob und in welchem Zusammenhang seine Bilder veröffentlicht werden. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren muss die Einwilligung sogar von den Eltern eingeholt werden.
  • Eine Veröffentlichung ist übrigens nicht nur eine Einbindung auf Webseiten oder in Magazinen. Auch Facebook oder andere Social Media Kanäle sind öffentlich!
  • Wird das Recht am eigenen Bild missachtet, können hohe Strafen drohen.

Unsere Tipps für Cosplayer:

  • Geht nicht zu leichtfertig mit euren Persönlichkeitsrechten um. Klar, wer sein Cosplaykostüm liebevoll gestaltet hat, will es aller Welt zeigen. Aber denkt vorher darüber nach, von wem ihr euch fotografieren lassen wollt.
  • Lasst euch im besten Fall die Kontaktdaten der/des Fotograf:in geben und fragt, wofür er oder sie die Fotos verwenden will. So habt ihr einen Blick darauf, wo eure Bilder gelandet sind.