Tancho Award
Manga erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Kein Wunder also, dass ihr Anteil am Buchmarkt der DACH-Region zu den am stärksten wachsenden Segmenten gehört. Dennoch sind deutsche Mangaka bislang noch stark unterrepräsentiert.
Der neue Tancho Award wird das ändern - denn er rückt Mangakünstler:innen auf einer der größten Buchmessen Europas ins Rampenlicht! Mit der neuen Auszeichnung auf der Manga Comic Con wollen wir vor allem den deutschsprachigen Mangaka-Nachwuchs zukünftig sichtbarer machen und das große Potenzial ehren, das diese Szene hat.
Der Preis wird in zwei Kategorien verliehen:
- Verlagspublikation
- Selfpublishing
Der Preis wird verliehen für deutschsprachige Werke von Mangaka aus dem DACH-Raum, die von 1.1.2025 - 31.12.2025 erschienen und stilistisch in der Tradition des Mangas kreiert sind.
Es winkt ein Preisgeld von je 1.000 € pro Kategorie.
Die Einreichung für den Tancho Award 2026 war vom 11.9.2025 - 30.11.2025 geöffnet.
Die Nominierten wurden am 30. Januar 2026 bekanntgegeben.
Der Tancho Award wird erstmalig auf der Manga Comic Con am 20. März 2026 verliehen.
Die Nominierten für den Tancho Award 2026
Dies sind die nominierten Werke für den Tancho Award 2026 in den Kategorien Verlagspublikation und Selfpublishing .
Verlagspublikation
Sozan Coskun
„Kiela und das letzte Geleit“ (altraverse)
Über den Titel
Die Helsheim AG macht Geschäfte mit dem Tod. Kann eine Firma, die ihren Kunden sicheres Geleit ins Jenseits garantiert, vielleicht auch Kontakt zum Reich der Toten herstellen?
Das fragt sich Kiela, deren Zwillingsbruder in jungen Jahren einer Herzkrankheit erlegen ist. Es wäre ihr größter Wunsch, ihn zumindest noch einmal wiedersehen zu dürfen …
Über die Mangaka
Sozan Coskun, Jahrgang 1996, gewann bereits 2011 den Manga-Talente-Wettbewerb der Leipziger Buchmesse und belegte 2013 den dritten Platz des Manga-Wettbewerbs der Deutsch-Japanischen-Gesellschaft in Berlin. Danach konzentrierte sie sich auf ihr Studium des Kommunikationsdesigns an der FH Düsseldorf, das sie 2019 mit einem Bachelor of Arts abgeschlossen hat.
2018 erschien ihr Kurzgeschichtenband »Sternenstaub« im Eigenverlag. Die ersten Kapitel von »Green Garden« entstanden als Abschlussarbeit für ihr Studium.
Im Frühjahr 2019 begann der Ausbau des Projekts zu einer Serie bei altraverse, die 2022 mit vier Bänden beendet wurde. Seit Juli 2023 veröffentlicht Sozan nun ihr neues Werk »Kiela und das letzte Geleit«.
Dominik Jell
„Crossing Borders, Band 4“ (Carlsen Manga)
Über den Titel
Mia und Adam - zwei junge, (scheinbar) perfekte Leben, denen die Welt zu Füßen liegt. Doch verborgen hinter ihrer hauchzarten Fassade bröckelt eine schmerzhafte Wahrheit: die Vergangenheit.
Mias Leben ist perfekt. Davon sind nicht nur ihre zwei Millionen Follower im Internet überzeugt, sondern auch Mias Mutter, die keine Kosten scheut, um ihrer hübschen Tochter ein Leben zu ermöglichen,für das sie dankbar sein sollte. Die vielen Narben auf ihrer Haut und den fehlenden Glanz in ihren Augen versteckt Mia mit einem Filter, um der Welt zu zeigen, was sie sehen soll.
Adam ist ein Musterstudent. Bestleistungen zu bringen und stundenlang zu lernen ist für den erfolgreichen jungen Mann selbstverständlich, denn viel anderes erwartet ihn zu Hause nicht. Seit Mamanicht mehr da ist, ist Adams Welt grau geworden. Auch seine Flucht in die bunte Welt der Kunst kann diese Leere nicht füllen.
Über den Mangaka
Dominik Jell, geboren 1994, begann bereits im Alter von sieben Jahren, seinen künstlerischen Ambitionen nachzugehen. Nach abgeschlossener Ausbildung, Fachabitur und einigen Semestern des Studiums machte er 2015 seine Leidenschaft als Tätowierer zum Beruf. In seinem 2020 eröffneten Tätowierstudio liegt sein Fokus auf japanischer Tätowierkunst. Parallel zeichnet er über die Jahre Manga, immer mit dem Ziel vor Augen, seine Werke in einem Verlag zu veröffentlichen. Dominik Jell lebt in seiner Heimatstadt Landshut. Neben seiner Zeichnerei begeistert er sich vor allem für Basketball und Tiere.
Gin Zarbo
„Das Geheimnis von Scarecrow, Band 1“ (altraverse)
Über den Titel
Die Menschen stehen in einem ständigen Kampf mit den Crows, finsteren Monstern, die an riesige Krähen erinnern. Die Legende besagt, dass ihnen dabei einst die Scarecrows zur Seite standen, eines Tages aber auf geheimnisvolle Weise verschwanden. Engell, die Tochter des Königs, glaubt fest daran, dass es die Scarecrows wirklich gegeben hat, und macht sich auf die Suche nach ihnen. Doch als sie tatsächlich einen von ihnen findet, nimmt das eigentliche Abenteuer erst seinen Lauf …
Über die Mangaka
Gin Zarbo zeichnet seit ihrer frühen Kindheit Manga – eine Leidenschaft, die sie mit ihrer Schwester Ban Zarbo teilt. Zu ihren Lieblingskünstlern zählen unter anderem Makoto Yukimura, Kohei Horikoshi, Yusuke Murata und Gamon Sakurai.
2014 veröffentlichte sie mit dem Doujinshi »Cope Soul« erstmals ein Werk im Eigenverlag. Von 2017 bis 2019 erschien bei Tokyopop »Undead Messiah« und katapultierte die Künstlerin sofort in die Top 10 der Charts. Seit Ende 2019 ist sie bei altraverse unter Vertrag und arbeitet seitdem an »Das Geheimnis von Scarecrow«.
Selfpublishing
Anna Hörner (Vinny-Vieh)
„Carrier of the Mask, Volume 4“
Über den Titel
Carrier of the Mask ist eine düstere Manga-Reihe für erwachsene Leser und richtet sich an Fans des Seinen-Genres. Inspiriert von Klassikern wie Berserk, erzählt sie eine Geschichte von Hoffnung inmitten von Verzweiflung.
Die Handlung spielt in einer dystopischen Welt: Dion, ein gutherziger Held ohne Arme, stellt sich einem korrupten System entgegen, um einen kleinen Jungen zu retten. Dion erhielt bereits 2014 eine Auszeichnung für sein Charakterdesign auf der AnimagiC (AnimaniA Award).
Seit dem Start 2018 hat Carrier of the Mask in Deutschland eine treue Fangemeinde gewonnen. Vier Bände mit insgesamt über 800 Seiten sind bereits erschienen, acht sind geplant. Das komplette Manuskript steht, die zeichnerische Umsetzung benötigt jedoch Zeit.
Obwohl die Reihe verstörende Szenen, explizite Gewalt und Albtraumsequenzen enthält, ist ihr Kern eine Botschaft der Hoffnung: Die Helden kämpfen, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen – nicht, um sie zu verherrlichen.
Über die Mangaka
„Vinny-Vieh“ ist der Spitzname von Anna Hörner, die in Sibirien geboren wurde, aber in Deutschland aufgewachsen ist. Als junges Mädchen entdeckte sie in der Bibliothek einen Dragon Ball-Manga. Seitdem hat sie angefangen, Comics zu zeichnen. Das Zeichnen von Comics wurde neben Sport und Videospielen zu ihrem größten Hobby.
Melanie Schober (MAUS!)
„black & blue“
Über den Titel
Gorou Stein fühlt sich wie ein Fremdkörper in dieser Welt und steht kurz davor, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch buchstäblich in letzter Sekunde wird er aufgehalten: von Derek Bennett, einem extravaganten jungen Mann, der Gorous Leben von Grund auf verändern wird. Durch ihn entdeckt Gorou eine neue, verborgene Realität: eine Untergrundwelt, in die er überraschend gut hineinpasst.
In dieser Parallelgesellschaft kämpfen Mutanten, sogenannte „NHI“ (Non-Human Individuals), gegen die Ungerechtigkeiten, die ihnen von der Gesellschaft angetan wurden. Auch Gorou ist ein Mutant, ebenso wie Derek. Er schließt sich der Organisation an – und die Verbindung zwischen ihm und Derek vertieft sich. Es entsteht eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, in der sich beide jungen Männer auf eine Reise durch Trauma, Sehnsucht und Verlangen begeben und dabei ihre Sexualität neu entdecken und entfalten.
black & blue ist eine queere Geschichte, in der Themen wie Kink, Consent und psychische Gesundheit bewusst Raum erhalten. Eingebettet in einen düsteren, futuristischen Thriller tanzen zwei junge Männer mit den Schatten ihrer Vergangenheit, auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Welt. Es geht um Liebe, Selbstakzeptanz und letztlich auch um Vergebung.
Über die Mangaka
Melanie Schober wurde 1985 in Saalfelden am Steinernen Meer geboren, wo sie auch heute lebt. Seit sie elf Jahre alt war, wollte Schober Comiczeichnerin werden,[1] und nach der Ausstrahlung von Sailor Moon im deutschen Fernsehen begann sie sich mehr und mehr für Mangas zu interessieren, die ihren Stil prägten. So wurde Mangaka zu ihrem Berufswunsch und Schober machte eine Ausbildung als Grafikdesignerin. Unter dem Künstlernamen Aoki Nezumi nahm sie an diversen Wettbewerben teil und bewarb sich bei Verlagen.[2] 2005 erhielt sie den Sonderpreis für Österreich beim Wettbewerb Comic Campus auf der Connichi, wurde mit Drawn Life im Rahmen des Koneko-Wettbewerbs im Magazin abgedruckt und belegte 2006 den 2. Platz beim Wettbewerb Manga Talente der Leipziger Buchmesse. Kurz darauf erschien ihre Kurzgeschichte Grimm(ig) in der Anthologie Es war keinmal beim Verlag Schwarzer Turm. 2007 wurde sie vom Carlsen Verlag entdeckt und debütierte dort mit ihrem Chibi-Manga Raccoon.
2008 folgte Personal Paradise, zunächst als Einzelband. Die Geschichte wurde unter mehreren Nebentiteln fortgesetzt, erstmals im gleichen Jahr als Personal Paradise – Miss Misery. Im Juni 2009 erschien der dritte Teil Personal Paradise – Assassin Angel, im Mai 2010 der vierte Teil Personal Paradise – Killer Kid I, gefolgt von Personal Paradise - Killer Kid II im Oktober 2013. Personal Paradise - Brave Brother 1.0 erschien im August 2017 und der siebte und abschließende Band Personal Paradise - Brave Brother 2.0 kam im Juli 2018 heraus. Die teils eigenständigen Geschichten der Serie spielt in einer dystopischen Zukunft nach dem 3. Weltkrieg, in der die Städte in Reviere aufgeteilt und von rivalisierenden Gangs beherrscht werden. In die kriminellen Banden müssen sich auch die jugendlichen Protagonisten einfügen, um zu überleben.[1][3][2] Nach dem ursprünglichen Konzept der Serie spielte sie noch im Mittelalter, was sich in einigen Anspielungen erhalten hat. Die Handlung, so Stefan Pannor, beruht vor allem auf der Unterschiedlichkeit der Charaktere: „Schobers Figuren sind keine austauschbaren Teenies, sondern durchgängig individuell gestaltete Figuren. Außenseiter, Mitläufer, Machtmenschen halten die Episoden eher im Fluss als äußere Ereignisse. Damit zeigt sie eine erzählerische Reife, über die nicht alle ihre Kolleginnen in der deutschen Manga-Szene verfügen. Melanie Schober ist Perfektionistin: Nicht nur ihr Handlungskonzept ist gründlich durchdacht, auch die Zeichnungen wirken klar und aufgeräumt.“[2] Laut AnimaniA sei die Serie trotz kindlich wirkenden Zeichnungen und Elementen von Shōjo und Comedy keine leichte Kost, sondern sei mit blutiger Action und „ernstem Story-Hintergrund“ eher etwas für ältere Leser: „Brutalität und Gewalt sind an der Tagesordnung“, „die gesellschaftskritischen Ansätze werden verwoben mit […] persönlichen Schicksalen“. Die Beziehung der Protagonisten entwickele eine interessante Dynamik und die Ereignisse würden durch „wohldosiert lustige Comedy- und Fantasy-Elemente“ aufgelockert. Auch in Dialogen, Erzählfluss und Design könne sie Serie überzeugen.[1] In ihrer damaligen Arbeitsweise war ein Taschenbuch mit 180 Seiten innerhalb von sechs bis acht Monaten fertiggestellt.[1][2]
Von 2013 bis 2015 erschien bei Carlsen ihre Serie Skull Party, für die Schober 2014 mit dem AnimaniA Award in der Kategorie „Bester Manga national“ ausgezeichnet wurde. In der erneut dystopischen Geschichte wurde die Erde überflutet und die überlebenden Menschen werden von der Regierung mittels Drogen kontrolliert. Student Emil lehnt sich gegen diese Ordnung auf und gerät in eine Verschwörung.[4] Schober konnte, auch auf Anregung des Verlags, in Themen und Inszenierung erwachsener werden, auch eine relativ explizite Sex-Szene ist enthalten. Zugleich ist die Geschichte politischer, beschäftigt sich mit Umweltschutz, Depression und Drogen, wenn auch weiterhin die Unterhaltung im Vordergrund steht. So sollten auch die inzwischen älteren Leser der Szene oder Nicht-Manga-
Leser angesprochen werden – sowie durch das Weglassen extrem typischer Manga-Merkmale wie Super-Deformed-Darstellungen und die erstmals westliche Leserichtung, die auch von Schober bevorzugt wird. Auch lehnt sie die teils verbreitete Trennung zwischen Manga und Comic oder zwischen deutschen und japanischen Manga ab. Als Leserin begeistert sie sich für alle Arten von Comics. Ihren Stil bezeichnet sie als hybriden Stil. Bei der Arbeit an Skull Party wurde fast alles von Skizzen bis Tuschezeichnungen traditionell auf Papier angefertigt. Nach dem Scannen wurden Schwarzflächen und Raster digital hinzugefügt. Zwei Assistenten waren für einige Arbeiten in Nebentätigkeit beteiligt.[5]
Seit Abschluss von Skull Party veröffentlicht sie vor allem im Selbstverlag sowie auf Online-Plattformen unter dem Pseudonym MAUS!, insbesondere seit 2019 die Serie Black & Blue, ein Ableger zu Personal Paradise.[6][7] Daneben gibt sie Zeichen-Workshops für Kinder und Jugendliche.[6] 2016 wurden Arbeiten von Melanie Schober im Karikaturmuseum Krems sowie in der Ausstellung Spotlight: Manga – Neues aus der deutschsprachigen Szene beim Comic-Salon Erlangen gezeigt.[8] 2024 war ihr Werk Gegenstand der Ausstellungen Manga in the making beim Nextcomic-Festival Linz[9] und Hidden Gems – Indie-Manga abseits des Buchmarkts beim Comic-Salon Erlangen.
Lisa Sintrau (LIAN)
„Rabenfluch, Band 3“
Über den Titel
Band 3 setzt dort an, wo Askell und Ryland weiterhin zwischen Pflicht, Fluch und aufblühender Bindung navigieren. Während Ry an der Seite seines sterbenden Vaters verweilt, muss Askell vor den Hohen Rat treten, der ihn für sein Eingreifen in die Magie des Baumgeistes zur Verantwortung zieht. Der Rat erwägt sogar, Ryland zu töten, da sein Fluch als Störung des Gleichgewichts gewertet wird. Doch Askell widerspricht offen, beschreibt Rylands innere Zerrissenheit und verteidigt ihn vor dem Vorwurf böser Absichten. Gleichzeitig warnt er den Rat vor den instabilen Leylinien, deren Erschütterung weit größere Gefahr birgt als ein verfluchter Prinz.
Trotz politischer Spannungen und Misstrauen wird deutlich, wie Askell zwischen den Fronten steht: verpflichtet dem Gleichgewicht, aber entschlossen, Ryland zu schützen. Die Beziehung der beiden vertieft sich, als Askell Ry hilft, über magische Totenglöckchen erstmals wieder mit seinem Vater zu kommunizieren- ein Moment großer emotionaler Heilung für beide. Ry erkennt, dass Askell die einzige Konstante in seiner immer zerfallenderen Welt ist.
Zwischen Pflege, Trauer und Unterricht beginnt Ry, Magie ernsthaft zu erlernen. Er entdeckt Freude an seiner Rabenform und ungeahnte Fähigkeiten, entwickelt aber gleichzeitig Zweifel und Überforderung. Kleine Szenen im Atelier und im Schloss zeigen seinen inneren Wandel: aus Arroganz wird Unsicherheit, aus Spott ein vorsichtiges Vertrauen. Mia, Askells Ente, begleitet ihn dabei liebevoll und wird zum emotionalen Anker.
In einem magisch atmosphärischen Ausflug nach Amence, einer Stadt, die Tag und Nacht ihr Gesicht verändert, kauft Askell Ry erste eigene Kleidung, Artefakte und Hilfsmittel. Ry begreift dabei zum ersten Mal den wahren Status Askells: den mächtigsten Hexer der Welt, gezeichnet vom Krieg und von der Verantwortung, die er trägt. Die Bewunderung, die fremde Menschen Askell entgegenbringen, lässt Ry den Hexer in einem ganz neuen Licht sehen.
Doch auf dem Rückweg spürt Ry, dass etwas in Askell brodelt. Er versucht unbeholfen, ihn mit seiner üblichen Art aufzumuntern, doch Askell wirkt abwesend, angespannt. Sie brechen den Ausflug ab. Als sie zurückkehren, tritt Ry durch das Tor in sein altes Schloss- und hört die Stimme eines Mannes aus seiner Vergangenheit. Augenblicklich bricht er zusammen: Panik, Atemnot, Kontrollverlust seiner Magie. Rys Reaktion zeigt eine tiefe Traumawunde.
Parallel erwacht im Zauberwald eine uralte, mächtige Entität, die andeutet, dass die Leylinien und Rys Fluch untrennbar miteinander verwoben sind.
„Rabenfluch 3“ verbindet politische Intrigen, Trauerarbeit, den Beginn echter Magieausbildung, Charakterheilung und das Aufbrechen alter Traumata. Der Band bildet eine Brücke: zwischen Rys Vergangenheit und seiner Zukunft, Askells Pflicht und seinem Herzen, und der wachsenden Gefahr, die im Kern der Welt selbst liegt.
Über die Mangaka
Lisa Santrau, bekannt unter ihrem Künstlernamen LIAN, wurde am 7. Dezember 1987 in Solingen geboren. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für Zeichnung, Narrative und visuelle Welten.
Seit den frühen 2000er-Jahren ist sie Teil der deutschen Mangaszene und gehört damit zu den Künstlerinnen, die die hiesige Community über zwei Jahrzehnte hinweg aktiv mitgeprägt haben.
Nach ihrem Schulabschluss studierte sie Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste in Essen, wo sie ihren Bachelor erwarb. Ihr gestalterischer Hintergrund, kombiniert mit ihrer langjährigen Affinität zu Manga, prägte ihren Stil: atmosphärisch, charakterfokussiert und emotional tief verankert.
2015 verbrachte sie ein prägendes Auslandsjahr in Japan, das ihre künstlerische Handschrift nachhaltig beeinflusste und ihr Verständnis für Erzähltempo, Paneling und visuelle Symbolik schärfte. In ihrer freien Arbeit ebenso wie in Auftragsarbeiten für Kund*innen wie NIKE, 7mile und diverse deutsche Verlage verbindet sie gestalterisches Können mit einer starken eigenen Stimme.
Als unabhängige Künstlerin fühlt sich LIAN besonders im Selfpublishing zuhause. Ihr Debütwerk, der Steampunk-Shōjo-Manga „Mechanical Princess“, etablierte sie in der Indie-Manga-Szene. Seit 2019 arbeitet sie an ihrem zweiten großen Projekt, dem Fantasy-Manga „Rabenfluch“, der Elemente von Boys Love mit erzählerischer Tiefe, psychologischer Entwicklung und einer atmosphärischen Fantasywelt verbindet.
Heute steht LIAN für liebevoll ausgearbeitete Welten, emotionales Storytelling und eine Kunst, die sowohl in der deutschen als auch in der internationalen Mangaszene ihren Platz findet.
Die Jury des Tancho Awards
Dani Jakob - Juryvorsitz
Dani Jakob entdeckte 2000/2001 die Welt der Manga für sich und bald füllte sich das Bücherregal mit den ersten Titeln (anfangs insbesondere Werke von Kaori Yuki, You Higuri und Minami Ozaki). Der erste von regelmäßigen Besuchen auf der Leipziger Buchmesse folgte bald, hin und wieder fährt they auch zu anderen Conventions innerhalb Deutschlands. Seit 2007 ist Dani bei den Leipziger Städtischen Bibliotheken angestellt und konnte im Laufe der Jahre Hobby und Beruf miteinander verknüpfen und beim Bestandsaufbau der Manga und Graphic Novels mitwirken.
Christina Christopoulos
Christina Christopoulos war die letzten sechs Jahre im Vorstand des Vereins Animexx e.V., welches eine der größten anerkannten Deutsch-Japanischen Gesellschaften Deutschlands ist.
Seit elf Jahren ist sie Chefredakteurin dessen Onlinemagazins animePRO.de.
Katharina Hülsmann
Dr. Katharina Hülsmann hat an der HHU Düsseldorf im Fach Modernes Japan eine Doktorarbeit über japanische Fan-Comics geschrieben. Sie ist Mitglied in den AGs Comicforschung und Fan- und Partizipationsforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft, sowie Gründungsmitglied von icon und des Forschungsnetzwerks Comicforschung am Rhein. In Ihrer Forschung beschäftigt sie sich besonders mit den transkulturellen Strömungen in Manga und Fandom.
Kirsten Hoheisel
Frau Kirsten Hoheisel ist langjähriges Mitglied und Vorstandsmitglied der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin. Seit 2018 organisiert sie den Manga-Wettbewerb der DJG Berlin. Aktuell organisiert sie gemeinsam mit einer weiteren Vorstandskollegin den 11. Manga-Wettbewerb der DJG Berlin, welcher wiederholt unter der Schirmherrschaft der Botschaft von Japan steht.
Nadja Kraft
Nadja Kraft versinkt leidenschaftlich in Mangas. Genre-Grenzen kennt sie keine: Hauptsache, die Story trifft sie emotional – dann ist sie glücklich.
Das Tancho Award Logo
Tancho ist die Abkürzung für Tanchozuru. Tanchozuru ist die Bezeichnung für den japanischen Mandschurenkranich und Tanchou bedeutet “roter Scheitel”.
Der Kranich wird in Japan ausschließlich mit positiven Dingen assoziiert. Zu den Assoziationen gehören Loyalität, Treue, Glück.
Die Künstlerin Celina Elter hat das Logo des Tancho Award entworfen.
Auf der MCC 2025 wurde der Tancho Award vorgestellt
Kooperationspartner
Die Deutsch Japanische Gesellschaft Leipzig e.V. (DJG) und Narradiver sind offizielle Kooperationspartner des Tancho Award.